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globale in Halle :: Blutige Handys - Blood in the Mobile

Montag :: 04. Juni 2012:: 20.00 Uhr

Blutige Handys - Blood in the Mobile

Regie: Frank Poulsen
Produktionsland: Deutschland, Dänemark
Jahr: 2010
Länge: 85 min
Sprache: Deutsch


Wir lieben unsere Handys und die Auswahl zwischen verschiedensten Modellen ist so groß wie nie zuvor. Aber die Herstellung der Handys hat eine dunkle, blutige Seite. Ein Großteil der Minarale, die für die Mobiltelefonherstellung notwendig sind, kommen aus dem Osten Kongos. Die westliche Welt kauft die so genannten Konfliktminerale und finanziert damit einen Bürgerkrieg, der nach Auffassung von Menschenrechtsorganisationen zu einem der blutigsten Konflikten seit dem zweiten Weltkrieg zählt: In den letzten 15 Jahren hat der Konflikt mehr als 5 Millionen Menschen das Leben gekostet, 300.000 Frauen wurden vergewaltigt. Der Krieg wird so lange weiter andauern, solange bewaffnete Gruppen die Kriegsführung durch den Verkauf der Mineralien weiter finanzieren können. Fragt man die Mobilfunkkonzerne woher sie ihre Lieferungen erhalten, kann keiner garantieren, dass sie nicht Konfliktminerale aus dem Kongo beziehen. Die Dokumentation "Blood in the Mobile" zeigt die verbindung zwischen unseren Mobiltelefonen und dem Bürgerkrieg im Kongo. Der Regisseur Frank Poulsen fährt persönlich in den Kongo und besichtigt die illegale Minenindustrie. Er bekommt Zugang zu der größten Zinnmine,von verschiedenen bewaffneten Gruppen kontrolliert, in denen Kinder Tage lang in dunklen, engen Tunneln die Mineralien ausgraben, die später in unseren Telefonen landen. Nach seinem Besuch in der Mine versucht Frank Poulsen mehrfach mit Nokia, der größten Mobilfunkfirma weltweit, in Kontakt zu treten. Frank Poulsen möchte ihr Versprechen, dass sie nicht Konfliktmineralien kaufen und damit den Bürgerkrieg im mitfinanzieren. Nokia kann es ihm nicht garantieren. "Blood in the Mobile" ist ein Projekt über unsere Verantwortlichkeit im Konflikt im Kongo und über die soziale Verantwortung von Unternehmen.
"Blood in the Mobile" wurde von Anfang an als crossmediale Kampagne geplant, die im Vorfeld und während der Dreharbeiten das Publikum mit einbeziehen sollte. Zentraler Anlaufpunkt ist die Web-Kampagne www.bloodinthemobile.org/de. Im Videotagebuch des Regisseurs können Zuschauer hautnah den filmischen Entstehungsprozess verfolgen und die Ereignisse in den Kommentaren diskutieren. Auf der angebundenen Facebook Seite, die bereits über 10.000 Unterstützer hat, wird das Gefühl erzeugt, dass sich jeder Interessierte aktiv einbringen kann. Von der einfachen Solidaritätsbezeugung "Gefällt mir" über finanzielle Unterstützung im Rahmen der Crowdfunding-Initiative bis hin zur Gründung von Unterstützergruppen als Protest gegen die andauernden Menschenrechtsverletzungen im Kongo: Dem Publikum werden vielfältige Möglichkeiten angeboten, sich zu engagieren.

Filmpartner

amnesty international Hochschulgruppe Halle

Rahmenprogramm

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Filmgespräch mit Prof. Dr. Martin Klein der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Lehrstuhl: "Internationale Wirtschaftsbeziehungen" (VWL), Schwerpunkt: Entwicklungspolitik mit Fokus Afrika und Vertreterinnen der amnesty-Gruppe statt.

links zum Film

Offizielle Filmwebseite

links zum Thema

www.bloodinthemobile.org/de

aktualisiert: 14.03.2012

Die globale in Halle wird gefördert von: Katholischen Fonds, Evangelischer Entwicklungsdienst