Filmreihe zum Thema Globalisierung
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Montag :: 04. Juni 2012:: 20.00 Uhr Blutige Handys - Blood in the Mobile
Wir lieben unsere Handys und die Auswahl zwischen verschiedensten Modellen ist so groß wie nie zuvor. Aber die Herstellung der Handys hat eine dunkle, blutige Seite.
Ein Großteil der Minarale, die für die Mobiltelefonherstellung notwendig sind, kommen aus dem Osten Kongos. Die westliche Welt kauft die so genannten Konfliktminerale und finanziert damit einen Bürgerkrieg, der nach Auffassung von Menschenrechtsorganisationen zu einem der blutigsten Konflikten seit dem zweiten Weltkrieg zählt: In den letzten 15 Jahren hat der Konflikt mehr als 5 Millionen Menschen das Leben gekostet, 300.000 Frauen wurden vergewaltigt. Der Krieg wird so lange weiter andauern, solange bewaffnete Gruppen die Kriegsführung durch den Verkauf der Mineralien weiter finanzieren können.
Fragt man die Mobilfunkkonzerne woher sie ihre Lieferungen erhalten, kann keiner garantieren, dass sie nicht Konfliktminerale aus dem Kongo beziehen. Die Dokumentation "Blood in the Mobile" zeigt die verbindung zwischen unseren Mobiltelefonen und dem Bürgerkrieg im Kongo. Der Regisseur Frank Poulsen fährt persönlich in den Kongo und besichtigt die illegale Minenindustrie. Er bekommt Zugang zu der größten Zinnmine,von verschiedenen bewaffneten Gruppen kontrolliert, in denen Kinder Tage lang in dunklen, engen Tunneln die Mineralien ausgraben, die später in unseren Telefonen landen.
Nach seinem Besuch in der Mine versucht Frank Poulsen mehrfach mit Nokia, der größten Mobilfunkfirma weltweit, in Kontakt zu treten. Frank Poulsen möchte ihr Versprechen, dass sie nicht Konfliktmineralien kaufen und damit den Bürgerkrieg im mitfinanzieren. Nokia kann es ihm nicht garantieren.
"Blood in the Mobile" ist ein Projekt über unsere Verantwortlichkeit im Konflikt im Kongo und über die soziale Verantwortung von Unternehmen. Filmpartneramnesty international Hochschulgruppe Halle RahmenprogrammIm Anschluss an die Filmvorführung findet ein Filmgespräch mit Prof. Dr. Martin Klein der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Lehrstuhl: "Internationale Wirtschaftsbeziehungen" (VWL), Schwerpunkt: Entwicklungspolitik mit Fokus Afrika und Vertreterinnen der amnesty-Gruppe statt. links zum Filmlinks zum Thema |
Die globale in Halle wird gefördert von: Katholischen Fonds, Evangelischer Entwicklungsdienst