Filmreihe zum Thema Globalisierung

Regie: Philippe Lioret
Produktionsland:  Frankreich
Jahr: 2009
Länge: 115 min.
Sprache: Deutsch

 

Seit über drei Monaten ist der kurdische Teenager Bilal schon auf der Flucht. Zu Fuß schaffte es der 17-jährige auf abenteurlichen Wegen vom Irak durch ganz Europa bis an den Ärmelkanal. Er hat sein Land verlassen, nachdem seine Freundin Mîna kurz zuvor nach England emigriert ist, um sie wiederzusehen. Doch an der Nordküste Frankreichs nimmt seine Reise ein abruptes Ende. Bilal und seine Freundin trennt nun, mitten im Winter, der von starkem Nordwestwind aufgewühlte Ärmelkanal.

Bilal ist in Calais gestrandet. 34 Kilometer liegen zwischen ihm und England. Doch dass der Ärmelkanal auch ohne Kapitänspatent zu überwinden ist, haben kühne Kanalschwimmer seit dem Jahre 1875 immer wieder bewiesen. Wird dies auch Bilal gelingen?

Kurzentschlossen sucht der Junge das örtliche Hallenbad auf, um das Schwimmen zu trainieren. Hier lernt er den Schwimmlehrer Simon (Vincent Lindon) kennen, einen ehemaligen Topschwimmer. Simon lebt in Scheidung, liebt seine Frau Marion aber immer noch und würde sie gerne zurückgewinnen. Er freundet sich mit Bilal an, der ihm schließlich von seinen Absichten berichtet. Heimlich unterrichtet er den jungen Kurden im Kraulen...

Neben dem Schwimmsport steht das Leben illegaler Emigranten in Frankreich im Mittelpunkt des Films. Für viele ist dies eine fremde Welt. »Und dennoch so nah. Da ist es gut, im Kino das Land, in dem man lebt, unter einem Aspekt zu entdecken, von dem man keine Ahnung hat«, so Philippe Lioret.


Präsentiert von:
Amnesty International Hochschulgruppe Halle


Rahmenprogramm
Gespräch mit Experten zum Thema


Weiterführende Informationen
› Link zur Homepage des Films

 

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