Filmreihe zum Thema Globalisierung

Süßes Gift - Hilfe als Geschäft

9. September 2013 :: 20 Uhr

 

Eine Dokumentation über das Für und Wider von finanzieller Entwicklungshilfe für den afrikanischen Kontinent. In "Süßes Gift" wird die Wirkung der Entwicklungshilfe aus der Sicht der Afrikaner gezeigt: Im Film argumentieren afrikanische Intelektuelle, wie problematisch es ist, dass die Hilfe von außen nur mit der Zustimmung oft fragwürdiger örtlicher Regime nach Innen gelangen kann, tyrannische Herrscher würden die Hilfe missbrauchen und ihr Regime stärken, traditionelle demokratische Institutionen zerstören und neue behindern. Marktkräfte und Handelsaustausch würden erstickt, staatliche Verwaltung und Dirigismus gemästet. Die Hilfe begünstige Korruption, die Rüstungsbeschaffung, die Zerstörung der Umwelt. Mithilfe dreier Beispiele aus den Regionen Mali, Kenia und Tansania wird verdeutlicht, dass Entwicklungshilfe nicht zwingend als Motor, sondern auch als Bremse für Wirtschaft und Entwicklung fungieren kann.
Die Protagonisten setzen sich für eine Einstellung der Zahlungen ein und stellen lange verdrängte Fragen: Macht Entwicklungshilfe Sinn, solange nicht die Machtstrukturen reformiert sind, solange Staatsverschuldung und erzwungene Billigexporte für den Weltmarkt die Länder ausbeuten? Welche und wieviel Hilfe braucht Afrika, um sich selbstbestimmt entwickeln zu können? Würde nicht durch die radikale Abkehr und die Einstellung der Hilfe endlich die eigentlich wichtige Diskussion über Mechanismen des Transfers von Arm zu Reich und von Süd nach Nord in den Vordergrund treten? Auf Augenhöhe werden so neue Ansätze diskutiert.

 

Für das Filmgespräch im Anschluss war Willi Volks vom Inkota-Netzwerk e.V. eingeladen. Ihn vertraten Marion Feuerstein vom Eine Welt Halle e.V. und Andreas Sonntag vom Deutschland-Nangadeff e.V. Spontane Unterstützung erhielten sie von Immo Eulenberger vom Max-Planck-Institut für Ethnologie.

Filmpartner
Eine Welt Halle e.V. / Weltladen Halle

Süßes Gift - Hilfe als Geschäft

Regie: Peter Heller
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2012
Länge: 90 min
Sprachen: keine Angabe (vorr. Originalsprachen mit dt. Untertiteln)

 

weitere Informationen zum Film
Link zur Homepage des Films

 

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