Filmreihe zum Thema Globalisierung

9.70

9.70


präsentiert vom Solidaridad e.V.

9. März 2015 :: 20 Uhr

 

Die Dokumentation „9.70“ erzählt die Geschichte des Freihandelsabkommens zwischen Kolumbien und den USA und dessen Auswirkungen auf kolumbianische Kleinbauern. Im Rahmen des Abkommens wurde im Jahr 2010 die Richtlinie 9.70 erschaffen: Alle nicht registrierten Pflanzensorten in Kolumbien wurden grundsätzlich verboten und die Bauern so dazu gezwungen, Saatgut von Saatzuchtunternehmen und-großkonzernen zu kaufen. So wurde beispielsweise Reis, der von kolumbianischen Kleinbauern traditionell für die Aussaat im nächsten Jahr aufgehoben wird, tonnenweise vernichtet und den Bauern mit Gefängnis gedroht. Erst durch die Ausstrahlung des Dokumentarfilms im nationalen Fernsehen und aufgrund massiver anhaltender Proteste ist die Richtlinie seit 2013 nun teilweise außer Kraft gesetzt.


Die Verordnung 9.70 ist in direktem Zusammenhang mit den Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und den USA sowie auch der EU zu sehen, gleichzeitig steht mit TTIP auch Europa vor der Entscheidung über ein neues Saatgutgesetz und einen Freihandelsvertrag mit den USA.

Über die Risiken solcher Abkommen und die negativen Auswirkungen insbesondere für Länder mit geringerer Wirtschaftskraft wollen wir im Anschluss an den Film mit Thorsten Schulz vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika sprechen.

 

9.70

Regie: Victoria Solano
Produktionsland: Kolumbien
Produktionsjahr: 2013
Laufzeit: 43 min
Sprache: spanisch mit englischen Untertiteln

Link zum Trailer

 

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